
Josh Coffey, Kommunikationsleiter
Bremen, Deutschland – Oktober 2025
Ricoh Company, Ltd. wurde beim Sinter-Based Additive Manufacturing (SBAM) Component Award 2025 des Fraunhofer IFAM mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Der Preis wird für die innovative Aluminium-Kühlrippe für Inverter-Kühlkörper vergeben, die mit der Metal Binder Jetting (BJT)-Technologie von Ricoh hergestellt wurde.
Anerkennung im Bereich der additiven Metallfertigung
Die Auszeichnung wurde am Eröffnungstag des Workshops „2025 Sinter-Based Additive Manufacturing“ in Bremen, Deutschland, bekannt gegeben – einer wichtigen Veranstaltung, die führende Unternehmen im Bereich der sinterbasierten AM-Technologien aus der ganzen Welt zusammenbringt, darunter Ricoh 3D, HP und Desktop Metal.
Claus Aumund-Kopp vom Fraunhofer IFAM überreichte Ricoh die höchste Auszeichnung für seinen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Einsatzes von Aluminium-Binder-Jetting in der leistungsstarken und kostengünstigen Komponentenproduktion.
Die Gewinnerkomponente, eine BJT-Inverter-Kühlrippe aus Aluminium, demonstriert die Fähigkeit von Ricoh, leichte, thermisch effiziente Strukturen herzustellen, die speziell auf die Kühlsysteme von Invertern in Elektrofahrzeugen (EV) zugeschnitten sind.

Technische Exzellenz und Designinnovation
Die Kühlrippen mit den Abmessungen 60 x 20 x 8 mm und einem Gewicht von 11 Gramm wurden im Ricoh-eigenen BJT-Verfahren aus AISI-Aluminiumlegierungspulver hergestellt. Die Lamellen wurden entwickelt, um den turbulenten Luftstrom zu verstärken, den Wärmeaustausch zu optimieren und die Gesamtkühleffizienz zu verbessern.
CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) bestätigten, dass das Hybrid-Aluminium-Design von Ricoh die Kühlleistung herkömmlicher Kupferplattenlamellen übertrifft – und das bei vergleichbaren Produktionskosten.
Das Design umfasst außerdem ein Hybridverbindungsverfahren, das das 3D-gedruckte Volumen reduziert, den Materialverbrauch und die Herstellungskosten deutlich senkt und gleichzeitig durch die Integration mit konventionell gefertigten Aluminiumabdeckungen eine robuste Wasserdichtigkeit gewährleistet.
Gemeinsame Entwicklung über Kontinente hinweg
Dieser Erfolg spiegelt die globale Zusammenarbeit zwischen den britischen und japanischen Teams von Ricoh und einem führenden japanischen Kühlkörperlieferanten wider. Durch die zeitzonenübergreifende Zusammenarbeit in einem kontinuierlichen „Tag- und Nacht“-Entwicklungszyklus maximierte Ricoh die Effizienz und beschleunigte die Innovation vom Konzept bis zum Prototyp.
Die Kühlrippe wurde als Vorserienmuster mit dem Ziel der Massenproduktion für reale Elektrofahrzeuganwendungen hergestellt. Bei Erfolg könnte dies einen wichtigen Schritt hin zur kommerziellen Einführung des Aluminium-Binder-Jetting-Verfahrens für funktionale Hochleistungskomponenten darstellen.
Die Zukunft des Aluminium-Binder-Jettings vorantreiben
Die BJT-Technologie von Ricoh erfreut sich im Bereich der additiven Metallverarbeitung zunehmender Beliebtheit und zeichnet sich durch präzise Pulverkontrolle, gleichmäßiges Sintern und Skalierbarkeit für Produktionsumgebungen aus. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Materialien, Prozessautomatisierung und Zuverlässigkeit nach dem Sintern strebt Ricoh die Realisierung einer umfassenden Aluminium-BJT-Fertigung an, die den Anforderungen der Mobilitäts- und Energiebranche der nächsten Generation und darüber hinaus gerecht wird.
Der Ersatz von Kupfer durch Aluminium bietet zahlreiche Vorteile: geringere Kosten (insbesondere bei der Massenproduktion), geringeres Gewicht und eine stabilere Rohstoffversorgung. Dies macht es zu einer attraktiven Lösung für die Massenproduktion von Wärmemanagementkomponenten.
Eine Verpflichtungserklärung

Insei Son, Ingenieur und Berater
„Wir fühlen uns geehrt, diese Anerkennung vom Fraunhofer IFAM zu erhalten“, sagte Insei Son , Ingenieur und Berater von Ricoh 3D, der den Fallstudienbeitrag und die Musterteile eingereicht hat.
„Ein großes Dankeschön an alle an diesem Projekt Beteiligten – von unseren japanischen Kühlkörperpartnern bis hin zu unseren Ingenieur- und F&E-Teams, die unermüdlich daran gearbeitet haben, die Grenzen der BJT-Technologie von Ricoh zu erweitern.“
Er fügte hinzu: „Wir werden dieses Co-Creation-Projekt nun mit unserem Kühlkörperlieferanten fortsetzen und seine Möglichkeiten weiterentwickeln – um sein Potenzial für die Produktion in der realen Welt zu demonstrieren.“